Introvision

Sie wünschen sich Gelassenheit und innere Ruhe?

Dr. Monika Empl, Fachärztin für Neurologie, ist spezialisiert auf Kopfschmerzen und Schmerzen. Sie bietet als zertifzierte Introvisionsberaterin in ihrer Praxis neben ihrer ärztlichen Tätigkeit Einzelberatung oder Kurse in Introvision nach Frau Prof. Wagner an.

Was ist Introvision?

Was ist Introvision?

Introvision ist eine von Frau Prof. Wagner, Universität Hamburg, entwickelte Methode zur emotionalen und mentalen Selbstregulation. Mit Introvision geht man Stress und mentale Blockaden von der Wurzel her an.

Indem man lernt, dem subjektiv eigenen Schlimmsten ins Auge zu sehen, nimmt man dem Schlimmen langsam den Schrecken. Und erlangt dauerhaft Gelassenheit und Entspannung.

Der innerste eigene wunde Punkt (Kernimperativ) wird mit einer eigens entwickelten Wahrnehmungstechnik (Konstatierendes Aufmerksames Wahrnehmen) identifiziert und langsam von den Emotionen und dem Alarmzustand gelöst, ähnlich wie in der Traumatherapie.

Die von Frau Prof. Wagner entwickelte Wahrnehmungstechnik, das KAW, ähnelt Meditations- oder Achtsamkeitsübungen. Dabei lernt man, die im Laufe des Lebens angelernten Filter der Sinneswahrnehmung wieder abzutrainieren.

Introvision wirkt in Situationen, in denen Emotionen die Gedanken bestimmen, bei Gedankenkreisen, Stress und Blockaden. Auch in fortgeschritteneren Stadien mit Schlafstörung, Depression, Angst und Burn-out kann Introvision nicht-medikamentös helfen. Viele Studien zeigen, dass man mit Introvision eine dauerhafte Entspannung erreichen kann. In wissenschaftlichen Studien wurde der positive Effekt von Introvision aber auch bei so verschiedenen Problemen wie Tinnitus, chronischen Nackenverspannungen und im Leistungssport beschrieben. Eine Studie zur Wirksamkeit bei Kopfschmerzen und Migräne läuft ab September 2017 in der Neurologischen Klinik der LMU am Klinikum Großhadern an.

Warum ist Introvision gerade bei Migränepatienten so vielversprechend?

Migränepatienten haben eine gestörte Reizverarbeitung mit einer Art Überreaktion auf Sinneseindrücke. Mit einer Wahrnehmungstechnik wie dem KAW (Konstatierendes Aufmerksames Wahrnehmen) können introvisionserfahrene Patienten Migräneattacken in der Frühphase abwenden. Eine Normalisierung der Wahrnehmung, gemessen mittels sogenannter evozierter Potentiale, konnte durch ähnliche achtsamkeitsbasierte Verfahren nachgewiesen werden. Zudem ist Stress ein häufiger Auslöser für Attacken. Da Migränepatienten allein schon durch häufige Kopfschmerzen gestresst sind, ist eine Methode zur nachhaltigen und dauerhaften Entspannung, die mit einer Wahrnehmungstechnik arbeitet, hier besonders erfolgversprechend.

Näheres zur Introvision auch unter: www.introvision.uni-hamburg.de

Wie kann ich Introvision lernen?

Wie kann ich Introvision lernen?

Introvision kann einzeln, in Kursen oder per Buch erlernt werden.

In München biete ich als Introvisionsberaterin (zertifiziert nach Angelika. C. Wagner,  siehe auch die Homepage von Introvision e.V.) in meiner Praxis die Introvision in der Einzelberatung oder in kleinen Gruppen an.

Nicht nur, jedoch vor allem für Kopfschmerzpatienten bietet sich der praktische Ratgeber Introvision bei Kopfschmerzen und Migräne an.

Da Introvision von Frau Prof. Wagner in Hamburg entwickelt wurde, finden Kursangebote des Netzwerks Introvision (Forschungsbereich Introvision der Universität Hamburg) in Hamburg statt.

Das Grundlagenwerk von Frau Prof. AC Wagner ist von 2007: „Introvision. Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte“. 2015 erschien „Introvision. Problemen gelassen ins Auge schauen. Eine Einführung.“ von Wagner, Kosuch, Iwers-Stelljes.

Wie laufen die Übungen ab?

Das Erlernen der Wahrnehmungstechnik ist wie das Erlernen einer neuen Sportart gestaffelt in aufeinander aufbauenden Übungen zum Sehen, Hören, Fühlen vor der eigentlichen Introvision. Das Üben ist wichtig, um einen Effekt zu erzielen und die Technik im weiteren Verlauf ohne Anstrengung zu beherrschen.

Man beginnt mit den drei Haupt-Sinneskanälen Sehen, Hören, Fühlen und trainiert das reine Wahrnehmen ohne Wertung, ohne Abschweifen der Gedanken über 2 Minuten. Wertung heißt, dass man die Wahrnehmung nicht beurteilt, ob z.B. Form, Farbe, Sauberkeitsgrad eines gesehenen Objektes gefällt oder nicht. Man stellt nur fest, wie es ist, wie Form, Farbe, Schatten, Reflektion sind, ohne es schön oder hässlich zu finden.

Auch ob ein Ton harmonisch oder unangenehm ist, soll nicht beurteilt werden, sondern nur der Ton oder das Geräusch in allen Einzelheiten wie Lautstärke, Tonhöhe und Schwankungen derselben, ein eventueller Rhythmus wahrgenommen werden.

Beispiel:

Als Beispiel mit Anleitung ist hier eine Audio-Datei zum KAW fokussiert auf das Sehen beigefügt. Bevor Sie die Audio-Datei aufrufen, empfehle ich einen ruhigen und bequemen Platz aufzusuchen, in dem Sie für ein paar Minuten ungestört sind. Später können Sie die Übungen überall machen, aber zum Üben ist eine ungestörte Umgebung günstiger. Hilfreich ist es auch, sich vorher einen Timer mit angenehmen Ton wie Medigong oder Insight-Timer zu besorgen, um die empfohlenen 2 Minuten einhalten zu können, ohne auf die Uhr schauen zu müssen. Bitte führen Sie die Übungen nicht durch, wenn Sie an einer aktiven Psychose leiden.

Nach den zwei Minuten können Sie sich gerne räkeln und strecken, wenn Ihnen danach ist und ihre Erfahrungen festhalten: War es einfach? Was war einfach? Was war schwierig? Waren Sie viel abgelenkt? Haben Sie Wertungen abgegeben? Haben sie Effekte bei sich bemerkt?

Diese Übungen werden auch für das Hören und das Fühlen des Körpers, z.B. der rechten Hand, durchgeführt.

Nach etwa einer Woche Üben kann man auf die nächste Stufe wechseln, das Weitstellen.

Weitstellen

Beim Weitstellen geht es darum, die Gesamtheit einer Sinneswahrnehmung zeitgleich wahrzunehmen, nicht jedes Detail eines nach dem anderen. Beim Sehen soll man das gesamte Gesichtsfeld bis zu den Rändern auf allen Seiten wahrnehmen, ohne auf etwas Bestimmtes scharf zustellen. Der Blick wandert dann nicht hin und her, sondern bleibt im zentralen Gesichtsfeld ruhen. Am besten sieht man sich vorher seine Umgebung kurz an, so dass man nicht durch ein unbekanntes Objekt am Rande des Gesichtsfelds irritiert wird.

Beim Hören ist es genauso. Sie werden gebeten, auf die Gesamtheit aller Töne und Geräusche über die Dauer von 2 Minuten zu achten, ohne Wertung, ohne Abschweifen, mit einfacher und genauer Feststellung, was Sie da hören, ohne Interpretation.

Das Gleiche wird mit dem gleichzeitigen Spüren des gesamten Körpers, nicht nur eines Körperteils über 2 Minuten geübt.

Viele Personen empfinden die Übungen entspannend, manche kommen dabei in ein Flow-Erleben.

Auf der nächsten Stufe wird der Wechsel zwischen Fokussieren und Weitstellen geübt, dann das Weitstellen mit konstantem Fokus, für alle Modalitäten einzeln. Dann  –  vor der eigentlichen Introvision – das Weitstellen mit konstantem Fokus auf einen Gedanken, im konkreten Fall das eigene Zentrum des Angenehmen.

Für eine genaue Anleitung empfehle ich eine Introvisionsberatung oder das Erlernen per Buch, diese Informationen sind dazu gedacht, Ihnen eine Vorstellung von den Übungen zu geben.

Buch zur Introvision

Buch zur Introvision

Mein Buch zum Erlernen der Introvision, nicht nur für Kopfschmerzpatienten. Geschrieben zusammen mit Sonja Löser und Petra Spille, zwei langjährig erfahrenen Introvisionberaterinnen aus Hamburg:

Aktuelles

Aktuelles

Studienstart Introvision bei Kopfschmerzen und Migräne September 2017

Im September 2017 startet in der Neurologischen Poliklinik des Klinikums der LMU in Großhadern eine Studie zur Beurteilung der Introvision bei der Migräne:

„Migräne-Behandlung mittels Introvision, einer Methode zur mentalen Selbstregulation – IntroMig – randomisierte Wartelisten-Kontroll-Studie“.

Falls Sie mindestens 5 Migräne-Attacken pro Monat haben, können Sie sich ab September 2017 in der Neurologischen Poliklinik zwecks Studienteilnahme informieren. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Klinikums oder im Flyer zur Studie.

 

Podiumsdiskussion „Migräne und andere Kopfschmerzen – zu Ursachen und Abhilfe“ am 29.10.2017 um 17 Uhr im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) in Heidelberg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geist Heidelberg findet am 29.10. im DAI in Heidelberg unter der Rubrik Medizin, Empathie und Forschung eine Podiumsdiskussion zu Migräne und Kopfschmerzen mit Prof. Wolfgang Wick, Prof. Hubert Bardenheuer und Dr. Monika Empl statt.

Kontakt

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Monika Empl
Privatpraxis für Neurologie

Scheinerstr. 9
81679 München

Tel. 089-98 24 78 80

E-Mail dr.empl@praxisbogenhausen.de